KONZEPT ZUR WOCHE DER CHEMIE

21.September - 3. Oktober 2015

1. Ziele

Ziel der Woche der Chemie ist es, durch österreichweite Aktionen und Veranstaltungen die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf "die Chemie" als wichtigen Wirtschafts- und Wissenschaftszweig zu konzentrieren.

Durch das Bündeln von Veranstaltungen auf etwa eine Woche soll ein höherer Aufmerksamkeitsgrad und eine intensivere Bewusstseinsbildung erreicht werden, als bei Verteilung entsprechender Aktionen übers ganze Jahr.

Die bisherigen Wochen der Chemie in Österreich 2004, 2006 und 2011 im Rahmen des Internationalen Jahres der Chemie führten zu einer verstärkten Medienpräsenz sowie gesteigerten Rückmeldungen und Anfragen.

Zielgruppe für die Woche der Chemie ist "die Öffentlichkeit" im allgemeinen Sinn, was nicht ausschließt, dass einzelne Aktionen auf speziellere Zielgruppen (z.B. Schüler, Politiker, Medienvertreter) gerichtet waren und sein werden.

In der Woche der Chemie sollen thematisiert werden:

  • Chemie und Gesundheit
  • Chemie und Energie
  • Chemie und sauberes Wasser
  • Chemie und Alltag
  • Chemie und Gesellschaft

Präsenz und Nutzen von Chemie im Alltag, besonders das Erreichen und die Sicherung unserer Lebensqualität ("Alles ist Chemie"), die chemische Industrie des Wirtschaftsstandorts Österreich und die Innovation und Zukunftssicherung durch chemische F&E sind Pfeiler unseres heutigen Wohlstandes. Deutlich zu machen ist dies durch die Problemlösungskapazität der Chemie, die durch den Bildungsfaktor Chemie – als Grundwissen über chemische (naturwissenschaftliche) und technische Vorgänge – verständlich wird und zum aktiven Abbau der Ängste und Voreingenommenheiten gegenüber "der Chemie" führt.

Was soll erreicht werden?

  • Abbau von latenten Ängsten und Vorurteilen
  • Vermittlung von Vertrauen gegenüber handelnden Personen und Institutionen
  • Akzeptanz von chemischen Vorgängen als normaler Bestandteil aller Lebensbereiche
  • Identifikation mit Erfolgen der chemischen Industrie und Forschung
  • Befriedigung von Neugierde gegenüber dem "was hinter den Mauern und Zäunen von Firmen und Instituten vorgeht".

Umsetzung

Die Ziele sollen erreicht werden durch

  • Informationsangebote
  • offenen und kritischen Dialog
  • Einladung zum Mitmachen
  • mediale Präsenz

Aktives Ansprechen der Menschen muss im Vordergrund stehen. Bei allen Einzelprojekten hat der Aspekt des Transparentmachens sowie die Bereitschaft zu kritischer Auseinandersetzung (auch mit Chemie-Gegnern) im Vordergrund zu stehen.

Erfahrungen aus Science Week, Kinder-Uni, JO!-Einstein, Sparkling Science und University goes public, Faszination Chemie und Experimentierwochen sowie anderen Schulprojekten in Österreich sind mit einzubeziehen.

Die Breite der Chemie und ihre Präsenz in allen Lebensbereichen soll durch Einbeziehung aller Tätigkeitsfelder der Chemie demonstriert werden. Verbände, Unternehmen, Forschungsinstitute, Universitäten, Schulen und Ämter sind eingeladen ihre spezifischen Möglichkeiten einzubringen.

Ebenso sollten alle Teilgebiete der Chemie gleichgewichtig vertreten sein. Besonders ist die Bedeutung chemischer Aspekte in Bereichen, die üblicherweise nicht sofort mit Chemie identifiziert werden, darzustellen, wie z.B. Medizin, Ernährung / Landwirtschaft, Biologie und Physik, Apotheken, Materialwissenschaft, Brandschutz, Papierherstellung, Holzchemie und Nachhaltigkeit.

Idealerweise sollte jede in Österreich lebende Person die Möglichkeit haben, während der Woche der Chemie an einer Veranstaltung oder Aktion teilzunehmen. Zwar bieten sich die Universitätsstandorte und Standorte von Unternehmen und Forschungszentren als Aktivitätszentren besonders an, es dürfen jedoch andere Regionen nicht "unversorgt" bleiben. In Regionen ohne größere chemische Institutionen kommt schulischen Veranstaltungen eine besondere Bedeutung zu (aber nicht nur unter diesem Aspekt). Staatliche Einrichtungen (Umweltämter, Ernährungsagentur, Spezialeinheiten des Heeres, usw.) in diesen Regionen sind besonders anzusprechen und zu Aktionen zu ermutigen. Eventuell können Veranstaltungen der größeren Chemiestandorte in jenen Regionen dupliziert werden.

Um das Projekt der Woche der Chemie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, haben bislang folgende Institutionen erfolgreich mitgewirkt:

  • Gesellschaft Österreichischer Chemiker
  • Verband der Chemielehrer Österreichs
  • Fachverband der chemischen Industrie Österreichs
  • Forschungsinstitute der chemischen Industrie
  • Umweltbundesamt
  • Austrian Institute of Technology
  • HBLVA 17 Rosensteingasse
  • Österreichisches Bundesheer
  • Österreichisches Patentamt
  • Technisches Museum
  • Auer von Welsbach-Museum
  • Vereinigung Österreichischer Industrieller
  • Akademie der Wissenschaften

Über diese Verbände und Institutionen können Unternehmen, Universitätsinstitute und Schulen in ganz Österreich erreicht werden.

Die Mitarbeit weiterer Institutionen und Vereine (z.B. Gesellschaft für Chemiewirtschaft, biochemische Gesellschaft, physikalisch-chemische Gesellschaft, Dienststellen des Bundes und der Länder) wird erbeten und in persönlicher Kontaktnahme gefördert werden.

Besondere Bedeutung kommt der Einbeziehung der Medien (ORF - Rundfunk und TV, Zeitungen) zu. Die Kontakte zu den Medien sollen individuell und generell gesucht werden.

Da vermutlich kein oder nur ein sehr geringes zentrales Budget für die Woche der Chemie zur Verfügung stehen wird, muss die Woche der Chemie weitgehend durch Idealismus, Eigeninteresse und/oder Eigenmittel aller Akteure bzw. Institutionen getragen werden. Jede Mitmachzusage ist freiwillig und die Durchführung der Aktivitäten eigenverantwortlich.

Jede Art von chemierelevanten Aktivitäten ist willkommen. Die folgende Liste hat exemplarischen Charakter

  • Tage der offenen Tür in Unternehmen, Forschungseinrichtungen, öffentlichen Einrichtungen, Universitäten
  • Aktionswochen an Schulen und Universitäten
  • Wissenschaftliche Veranstaltungen
  • PR-Aktionen
  • öffentliche Mitmach-Aktionen und Experimental-Vorführungen
  • Diskussionsveranstaltungen, Pressekonferenzen
  • Ausstellungen
  • Sondersendungen / Sonderpublikationen der Medien
  • Wettbewerbe, Quiz, usw.
  • Berufsberatung für alle Chemieberufe

2.  Organisatorischer Ablauf

Die Woche der Chemie besteht aus Einzelaktionen, allerdings ist sie durch Konzentration auf eine Woche und zentrale Koordination mehr als die Summe der Einzelaktionen.

Die Vernetzung erfolgt durch eine Koordinierungsstelle, die in der Geschäftsstelle der GÖCH eingerichtet ist. Die Aufgaben der Koordinierungsstelle sind:

  • Sammlung und, falls notwendig, zeitliche Abstimmung von Mitwirkungsangeboten; Zurverfügungstellung des Veranstaltungskalenders.
  • Organisation von Umsetzungsmöglichkeiten für Projektideen (z.B. Hilfe bei der Organisation von Räumen oder Personal; Zusammenführung von Anbietern / Initiatoren und Durchführenden von Projekten).
  • Organisation der PR- mäßigen Vor- und Aufbereitung der Woche der Chemie (z.B. Veranstaltungsankündigungen, Medienberichte usw.).

Es wird ersucht in allen Fragen deren Dienstleistung in Anspruch zu nehmen.

Obwohl die Woche der Chemie weitgehend durch Idealismus und Eigenmittel getragen werden ersuchen wir Sponsoren, sich zu beteiligen. Jede Art von Sponsoring ist willkommen, es können Einzelaktionen, Gruppen von Aktionen oder ganze Projektbereiche unterstützt werden. Benötigt werden:

  • Monetäre Zuwendungen
  • Räumlichkeiten für Aktivitäten
  • Schauobjekte und Informationsmaterial
  • Personalfreistellungen zur Vorbereitung von Aktionen
  • Chemikalien
  • Unbürokratische Bewilligungen
  • PR Aktivitäten
  • Organisatorisches Know how

Manche Aktionen werden nur durchführbar sein, wenn dafür ein Sponsor gefunden wird.

Verwenden Sie bitte auf Ihrer auf Korrespondenz in elektronischer oder Papierform eines der zum Herunterladen bereitgestellten Logos.

Tragen Sie bitte Ihre Veranstaltung auf der Website ein, mit allen Detailfragen wenden Sie sich an die GÖCH: 01 587 42 49 oder office@goech.at